
Wie kann ich Hörsysteme von Phonak an eine Roger Höranlage anbinden?
Autor:
Iris Oerkwitz
Veröffentlich am:
15. Dezember 2025
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Das Wichtigste in Kürze
- Moderne Hörsysteme können über zwei Wege mit einer Roger Höranlage verbunden werden: direkt über RogerDirect oder mithilfe eines externen Roger-Empfängers.
- Bei kompatiblen Hörgeräten erfolgt die Signalübertragung über RogerDirect kabellos und ohne zusätzlichen Empfänger, die Verbindung wird einmalig hergestellt und bleibt dauerhaft aktiv.
- Ältere oder nicht kompatible Modelle benötigen einen externen Empfänger, der je nach Gerätetyp designintegriert, über DAI oder per Induktionsschleife (T-Spule) angebunden wird.
- In beiden Fällen sorgt die Verbindung für eine klare und stabile Tonübertragung, die das Sprachverstehen in Unterrichts-, Konferenz- oder Veranstaltungsumgebungen deutlich verbessert.
Methode 1: Direkte Anbindung mit RogerDirect
Moderne Phonak Hörsysteme, etwa Marvel, Paradise, Lumity oder Infinio, verfügen über die integrierte RogerDirect-Technologie. Diese ermöglicht es, das Roger-Signal direkt in die Hörgeräte zu übertragen, ohne dass ein zusätzlicher, physischer Empfänger genutzt werden muss.
Das muss bei der Nutzung von RogerDirect beachtet werden:
- Um die direkte Übertragung nutzen zu können, muss die Funktion einmalig aktiviert werden (auch freischalten genannt).
- Die Aktivierung von RogerDirect kann z. B, durch einen Roger Sender der neuesten Generation 3 durchgeführt werden. Diese Clips zeigen, wie die Aktivierung mit den unterschiedlichen Roger 3 Mikrofonen funktioniert:
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Weitere Informationen- Wurde RogerDirect einmal aktiviert, muss dieser Schritt nicht wiederholt werden und die Hörgeräte sind auch automatisch mit dem Sender verbunden, können bei Bedarf aber auch anderen Roger Sendern verbunden werden.
Methode 2: Anbindung mit externem Roger-Empfänger
Für ältere oder nicht RogerDirect-fähige Hörsysteme, auch von anderen Herstellern, wird ein externer Roger-Empfänger benötigt. Je nach Modell kommen unterschiedliche Varianten zum Einsatz:
- Designintegrierte Empfänger: Werden direkt am Hörsystem angebracht und fügen sich optisch besonders nahtlos in das Gehäuse ein, da es sie in unterschiedlichen Gehäusefarben gibt.
- Roger X: Miniatur-Universalempfänger, der über einen DAI-Anschluss mittels Audioschuh am Hörgerät oder über einen Streamer (z. B. Phonak ComPilot II) verbunden wird.
- Roger NeckLoop (früher Roger MyLink): Eine um den Hals getragene Induktionsschleife für Hörgeräte mit T-Spule.
So koppeln Sie das Roger-Mikrofon mit einem externen Empfänger:
- Empfänger anbringen oder aktivieren: Stellen Sie sicher, dass der Empfänger korrekt angeschlossen und mit Strom versorgt ist bzw. die T-Spule im Hörgerät aktiviert wurde.
- Geräte zusammenführen: Halten Sie das Roger-Mikrofon in unmittelbarer Nähe (max. 10 cm) zum Empfänger.
- Verbindungstaste drücken: Betätigen Sie kurz die Connect Taste am Roger-Mikrofon.
- Bestätigung: Je nach Produkt zeigt eine LED oder das Display die erfolgreiche Verbindung an.
Häufige Probleme beim Koppeln
Auch wenn die Roger-Technologie von Phonak für höchste Zuverlässigkeit entwickelt wurde, kann es in Einzelfällen zu kleineren Schwierigkeiten bei der Kopplung kommen.
Die folgenden Hinweise helfen Ihnen, typische Probleme schnell zu beheben:
Keine Verbindung
Wenn keine Verbindung zwischen Hörsystem und Roger-Mikrofon hergestellt wird, prüfen Sie zunächst, ob beide Geräte eingeschaltet und ausreichend geladen sind. Halten Sie das Mikrofon während des Koppelvorgangs möglichst nah an das Hörsystem (maximal 10 cm Abstand). Starten Sie bei Bedarf beide Geräte neu und wiederholen Sie den Vorgang.
Roger-Signal wird nicht übertragen
In manchen Fällen ist die Verbindung zwar vorhanden, aber das Signal wird nicht weitergeleitet. Überprüfen Sie, ob das Mikrofon korrekt aktiviert ist und sich nicht im Stummschaltmodus befindet. Ein erneutes Koppeln kann hier häufig Abhilfe schaffen.
Falscher Modus im Hörgerät
Stellen Sie sicher, dass Ihr Hörsystem auf den passenden Eingang (Roger oder FM) eingestellt ist. Bei Hörsystemen mit mehreren Programmen kann es vorkommen, dass versehentlich ein anderes Hörprogramm aktiv ist. Wählen Sie über die Programmtaste oder die App das Roger-Programm aus.
Reichweitenprobleme
Das Roger-Signal hat eine Reichweite von bis zu 20 Metern im Innenraum. Wird diese Distanz überschritten oder befinden sich Wände und Störquellen zwischen Mikrofon und Hörsystem, kann die Verbindung beeinträchtigt werden. Achten Sie darauf, dass sich Sender und Empfänger möglichst im selben Raum befinden und keine Hindernisse das Signal blockieren.



