Phonak Roger Touchscreen Mic: Das optimale Mikrofon für Lehrkräfte

Autor:

Iris Oerkwitz

Veröffentlich am:

4. Februar 2026

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Phonak Roger Touchscreen Mic ermöglicht hörbeeinträchtigten Schüler*innen ein deutlich verbessertes Sprachverstehen, selbst in lärmintensiven Klassenzimmern.
  • Durch automatische Anpassung an die Umgebung, digitale Audioübertragung mit sehr geringer Latenz und einfache Handhabung sorgt das System für eine klare und zuverlässige Kommunikation.
  • Mehrere Empfänger können gleichzeitig verbunden werden, sodass auch größere Klassen problemlos ausgestattet werden können.
  • Mit seiner intuitiven Bedienung und flexiblen Einsatzmöglichkeiten ist das Mikrofon eine effektive Unterstützung für barrierefreies Lernen in Bildungseinrichtungen.

Was ist das Phonak Roger Touchscreen Mic?

In einer lebhaften Umgebung wie einem Klassenzimmer kann das Zuhören schnell zur Herausforderung werden, besonders für Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Genau hier setzt das Phonak Roger Touchscreen Mic an. Es ist Teil der Phonak Roger Kommunikationslösung, die entwickelt wurde, um schwerhörigen Kindern das Verstehen in akustisch anspruchsvollen Situationen zu erleichtern.

Das Phonak Roger System besteht aus mehreren Komponenten, die flexibel miteinander kombiniert werden können. Das aktuelle Phonak Roger Touchscreen Mic 3 ersetzt das bisherige Modell und bringt deutliche technische Vorteile mit sich: Für Hörgeräte mit moderner 2,4-GHz-Technologie und der Funktion RogerDirect wird kein separater Empfänger mehr benötigt. Gleichzeitig bleibt das Mikrofon vollständig abwärtskompatibel, auch Hörgeräte mit vorhandenen Roger-Empfängern können weiterhin problemlos angesteuert werden.

Für die Schüler*innen, die Roger nutzen, bedeutet das: Sie hören die Stimme der Lehrkraft direkt über ihre Hörgeräte, mit der individuell auf den eigenen Hörverlust eingestellten Verstärkung und ohne störende Umgebungsgeräusche und auch dann, wenn die sprechende Person weiter weg oder abgewandt spricht. Dank einer Reichweite von ca. 15 Metern können sich Sprechende und Zuhörende frei im Raum bewegen und dennoch sicher sein, jedes Wort klar zu verstehen.

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Vorteile des Phonak Roger Touchscreen Mic

Das Phonak Roger Touchscreen Mic bietet eine Vielzahl an Funktionen, die den Unterricht und andere akustisch anspruchsvolle Umgebungen spürbar erleichtern. Die folgenden Punkte zeigen, wie das System in der Praxis überzeugt:

  • Die Adaptive Gain Technologie sorgt dafür, dass die Stimme der Lehrkraft automatisch an die jeweilige Geräuschkulisse angepasst wird, während störende Hintergrundgeräusche nicht unnötig laut werden. Dadurch bleibt die Sprache jederzeit klar und verständlich.
  • Die nahezu Echtzeit-Audioübertragung ermöglicht es, dass die Stimme der Lehrkraft ohne hörbare Zeitverzögerung an die Hörsysteme der Schüler*innen übertragen wird. So entsteht ein natürliches Hörerlebnis ohne störende Pausen, Echo oder asynchrones Mundbild für Kinder, die auf unterstützendes Lippenlesen angewiesen sind.

  • Die automatische Situationsanpassung erkennt selbstständig, ob gerade eine Einzelperson das Mikrofon um den Hals trägt und spricht oder eine Gruppendiskussion stattfindet und das Mikrofon auf dem Tisch liegt und stellt es automatisch passend ein. Lehrkräfte müssen keine manuellen Anpassungen vornehmen.
  • Die einfache Einrichtung macht das Phonak Roger Touchscreen Mic sofort einsatzbereit. Kompatible Hörsysteme, passende Roger Empfänger und auch weitere Roger Mikrofone und Lautsprecher können per Knopfdruck einmalig connectet werden und verbinden sich danach stets automatisch, sobald die Geräte eingeschaltet und in Reichweite sind.

  • Die hohe Kompatibilität stellt sicher, dass das System mit nahezu allen Hörgeräten, Cochlea-Implantaten und knochenverankerten Hörsystemen funktioniert. Über den Roger-Konfigurator lässt sich schnell herausfinden, ob das eigene Hörsystem kompatibel ist und welche Empfänger benötigt werden.

  • Die benutzerfreundliche Bedienoberfläche bietet eine klare Menüführung mit schnellen Zugriffsmöglichkeiten auf die wichtigsten Funktionen. Das erleichtert die Handhabung im hektischen Schulalltag erheblich.
  • Die anpassbare LED-Statusanzeige ermöglicht es, die Helligkeit und das Verhalten der Anzeige individuell einzustellen. Lehrkräfte können so diskret erkennen, ob das Mikrofon stummgeschaltet oder aktiv ist, ohne die Lernumgebung zu stören.

So funktioniert das Roger Touchscreen Mic

Das Phonak Roger Touchscreen ist ein Mikrofon, das so nah wie möglich an der sprechenden Person platziert wird, um Sprache verlustarm und deutlich aufzunehmen und drahtlos an Hörsysteme zu übertragen. Zudem werden hierüber Netzwerk Einstellungen uvm. vorgenommen.

Der sog. Lanyard Modus ist aktiv, wenn es von einer sprechenden Person um den Hals getragen wird. Durch die nahe und optimale Platzierung unter dem Mund, gehen leise Sprachanteile wie Konsonanten nicht verloren und es wird so das bestmögliche Sprachverstehen ermöglicht.

Tipp: über die Lasche am Lanyard sollte das Touchscreen Mic möglichst eng/ nahe am Mund getragen werden. Die maximale Weite des Lanyards ist häufig zu lang und das Mikrofon entfaltet noch nicht das volle Potenzial.

Im sog. Small Group Modus kann das Roger Touchscreen Mic auf den Tisch gelegt werden und so mehrere sprechende Personen in einer kleinen Gruppe/ einem Tisch aufnehmen. Diese Funktion eignet sich besonders für Kinder mit Hörsystemen, die gemeinsam in einer Klasse mit normalhörenden Kindern lernen. Im Small Group Modus werden weitere im Netzwerk befindliche Geräte wie Handmikrofone und Lautsprecher deaktiviert. So wird sichergestellt, dass einzelne Gruppenarbeiten nicht ins das gesamte Klassenzimmer übertragen werden, sondern nur auf verbundene Hörsysteme und Störungen durch andere Mikrofone werden verhindert

Mit Hilfe des sog. Pointing Modus kann das Roger Touchscreen Mic zudem in die Richtung einer zu hörenden Person gehalten werden, um auch in dynamischen Situationen wie dem Sportunterricht einen schnellen Wechsel zwischen den Personen zu ermöglichen, ohne hierfür weitere Mikrofone zu nutzen

Tipp: Der Pointing Modus ist in der Werkseinstellung deaktiviert, kann aber selbstständig über die Einstellungen im Touchscreen Mic Menü freigeschaltet werden

Ein Lageerkennungssensor stellt sicher, dass sich diese drei Mikrofon Modi automatisch aktivieren, um schnell und unkompliziert die Hörsituation zu wechseln. So wird eine einfache Handhabung sichergestellt und es müssen keine Einstellungen vorgenommen werden.

Durch diese präzise Signalverarbeitung entsteht ein ausgezeichnetes Sprachverstehen, selbst in geräuschvollen Klassenzimmern. Für Kinder, die Roger-Funkempfänger nutzen, bedeutet das, dass sie die Stimme der Lehrkraft direkt über ihre Hörgeräte hören und so deutlich entspannter und konzentrierter am Unterricht teilnehmen können.

Für eine optimale Hörumgebung empfehlen sich zusätzliche Phonak Roger Pass Around Handmikrofone. Diese ermöglichen, dass auch Beiträge von Mitschüler*innen klar an die Roger-Empfänger übertragen werden, für eine inklusive und kommunikativ ausgewogene Lernatmosphäre.

Ergänzend kann eine Lautsprechersäule integriert werden, um den Signal-Rausch-Abstand im Klassenzimmer weiter zu verbessern. Dadurch profitieren nicht nur Kinder mit Hörsystemen, sondern alle Schüler*innen von einer deutlich besseren Sprachverständlichkeit. Zudem wird über das akustische Feedback des Lautsprechers die korrekte Handhabung und Funktion der Mikrofone sichergestellt und ein besseres Verständnis für Funktionsweise erreicht.

Anwendung des Roger Touchscreen Mic

Hörakustik Schulzimmer

Die Bedienung des Phonak Roger Touchscreen Mic ist einfach und intuitiv gestaltet, damit Lehrkräfte und Schüler es ohne technischen Aufwand im Schulalltag nutzen können.

Mit wenigen Handgriffen ist das System einsatzbereit:

1. Einschalten:

Halten Sie die Ein-/Aus-Taste an der Seite des Mikrofons etwa drei Sekunden lang gedrückt. Die grüne Statusanzeige blinkt, bis das Gerät vollständig hochgefahren ist und betriebsbereit ist.

2. Tragen des Mikrofons:

Hängen Sie das Roger Touchscreen Mic mit der beiliegenden Umhängekordel um den Hals des Sprechers, in der Regel der Lehrkraft. Achten Sie darauf, dass der obere Teil des Mikrofons etwa 20 Zentimeter vom Mund entfernt ist, um eine optimale Tonaufnahme zu gewährleisten. Mit Hilfe der Lasche kann das Lanyard enger gezogen werden und entfaltet dann sein volles Potenzial.

3. Diplay aktivieren und Einstellungen vornehmen

Nach einigen Sekunden geht das Display in den Ruhemodus. Durch kurzes Tippen der An/ Aus Taste aktivieren Sie diesen wieder. Durch Wischen können Sie durch das Menü blättern und durch Tippen führen Sie die Aktionen der Icons, sowie Einstellungen durch.

4. Verbinden mit Empfängern:

Um das Mikrofon mit einem Roger-Empfänger zu verbinden, halten Sie das Phonak Roger Touchscreen Mic in einem Abstand von maximal 10 Zentimetern zum Empfänger und tippen Sie auf das Connect-Symbol. Wiederholen Sie diesen Vorgang, wenn mehrere Empfänger (z. B. an beiden Hörgeräten) verbunden werden sollen.

5. Stummschaltung:

Durch Drücken der Mute-Taste lässt sich das Mikrofon stummschalten. Die Statusanzeige an der Taste leuchtet dann rot, sodass klar erkennbar ist, dass keine Übertragung stattfindet.

6. Ausschalten und Aufladen:

Zum Ausschalten halten Sie die Ein-/Aus-Taste erneut etwa drei Sekunden gedrückt. Das Gerät fordert Sie auf, das Ausschalten zu bestätigen, aktivieren Sie hierfür das Kontrollkästchen „Ja“. Laden Sie das Mikrofon täglich mit dem passenden USB-Ladegerät oder in der Roger Charging Rack-Ladestation auf, um stets eine volle Betriebsdauer sicherzustellen.

Welche Hörgeräte unterstützen den Direktempfang?

  • Hörsysteme mit der Funktion RogerDirect – dazu zählen
  • Alle Phonak Hörgeräte der Generation Marvel, Paradise, Lumity & Infinio
  • Viele Unitron und Hansaton Hörsysteme
  • CI Prozessoren von Advanced Bionics der Generation Marvel

Mit welchen Empfängern kann das Roger Touchscreen Mic genutzt werden?

  • Phonak Roger X (Universalempfänger)
  • Phonak Roger Design-integrierte Empfänger
  • Phonak Roger NeckLoop
  • Phonak Roger Focus

FAQ

Das Phonak Roger Touchscreen Mic wurde speziell für den Einsatz im Unterricht entwickelt. Es überträgt die Stimme der Lehrkraft klar, deutlich und störungsarm direkt an die Hörsysteme der Schüler, unabhängig von der Raumakustik oder störenden Hintergrundgeräuschen. So können hörbeeinträchtigte Kinder aktiv am Unterricht teilnehmen.

Das aktuelle Phonak Roger Touchscreen Mic 3 ersetzt das bisherige Modell und unterstützt mit der Funktion Roger unlimited moderne Hörgeräte mit RogerDirect Technologie ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen Empfängers. Gleichzeitig bleibt es abwärtskompatibel und kann weiterhin mit klassischen Roger-Empfängern verwendet werden.

Weiter lässt sich die LED der Stummschalttaste individuell in der Helligkeit dimmen und statt Blinken auf durchgehend leuchtend feststellen.

Die neue Menüführung sorgt für eine bessere Übersicht und bündelt die wichtigsten Icons auf der Startseite.

Die Reichweite beträgt rund 15 Meter. Lehrkräfte und Schüler*innen können sich somit frei im Raum bewegen, ohne dass die Übertragung unterbrochen wird oder an Qualität verliert.
Ja, das Phonak Roger Touchscreen Mic kann mit einer unbegrenzten Anzahl an Empfängern verbunden werden. Dadurch eignet es sich ideal für Klassen, in denen mehrere Schüler*innen Hörsysteme oder Roger-Empfänger nutzen.
Auch wenn mehrere Roger Touchscreen Mic für z. B. Team-Teaching kombiniert werden, gibt es immer nur ein Hauptmikrofon (Primary – grüne 1 in der Anzeige o.r.). Nebenmikrofone (Secondary – graue 2 in der Anzeige o.r.) konnten in der Vergangenheit nur genutzt werden, wenn das Hauptmikrofon eingeschaltet und in Reichweite war. Ab der Firmware 2.1 ist dies kein Problem mehr:

Wenn das primäre Phonak Roger Touchscreen Mic den Empfangsbereich verlässt, übernimmt automatisch ein sekundäres Mikrofon die Übertragung, damit das Netzwerk aktiv bleibt. Sobald das ursprüngliche Mikrofon wieder in Reichweite ist, stellt das System die Hauptverbindung automatisch wieder her.

Tipp: Auch alte Touchscreen Mic können von uns auf die neueste Firmware geupdatet werden, um von dieser Funktion zu profitieren.

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