MED-EL Rondo 2 mit Roger kombinieren

MED-EL Rondo 2 mit Roger kombinieren

Autor:

Michael Quante

Veröffentlich am:

16. Juni 2026

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der MED-EL RONDO 2 kann mit dem Phonak Roger-System entweder über die integrierte T-Spule mit Roger NeckLoop oder über das Mini-Batterieteil mit Roger X Empfänger verbunden werden.
  • Die T-Spulen-Lösung ist unauffällig und benötigt kein zusätzliches Zubehör am Audioprozessor, erfordert jedoch das Tragen einer Halsschlaufe und kann etwas störanfälliger sein.
  • Die Verbindung über das Mini-Batterieteil und den Roger X ermöglicht eine direkte Audioübertragung mit besonders hoher Klangqualität und stabiler Signalübertragung, benötigt aber zusätzliches Zubehör und verursacht höhere Kosten.
  • Welche Variante besser geeignet ist, hängt von den persönlichen Anforderungen ab: Für maximale Diskretion eignet sich die T-Spulen-Lösung, für anspruchsvolle Hörsituationen meist die direkte Verbindung über Roger X.
  • Bei der ersten Nutzung eines Roger X Empfängers mit einem MED-EL System erfolgt automatisch eine Anpassung an den Audioprozessor, die durch einen kurzen Signalton begleitet sein kann.

Option 1: Über die integrierte T-Spule (mit dem Roger NeckLoop)

Der MED-EL RONDO 2 verfügt über eine integrierte Telefonspule (T-Spule) und kann dadurch unkompliziert mit einem Roger-System genutzt werden. In Verbindung mit dem Roger NeckLoop entsteht eine drahtlose Lösung, die ohne zusätzliches Zubehör am Audioprozessor auskommt.

Das Roger-Mikrofon, beispielsweise ein Roger On oder Roger Select, überträgt die Sprache per Funk an den Roger NeckLoop. Die Halsschlaufe wandelt das Signal in ein magnetisches Feld um, das von der T-Spule des RONDO 2 empfangen wird. Auf diese Weise gelangt die Sprache direkt zum Cochlea-Implantat und kann auch in geräuschvollen Umgebungen besser verstanden werden.

Für eine optimale Signalübertragung empfiehlt MED-EL, den RONDO 2 so zu positionieren, dass das Mikrofon nach oben zeigt. Da die T-Spule richtungsempfindlich ist, kann die richtige Ausrichtung den Empfang deutlich verbessern. Zusätzlich muss das T- oder MT-Programm am Audioprozessor aktiviert werden. Die Auswahl erfolgt über die FineTuner-Fernbedienung.

Vorteile

  • Kein zusätzliches Gewicht oder Zubehör direkt am Kopf oder Audioprozessor
  • Der RONDO 2 bleibt kompakt und unauffällig
  • Flexible und herstellerunabhängige Übertragungstechnik
  • Einfache Nutzung mit verschiedenen induktiven Hörsystemen

Nachteile

  • Der Roger NeckLoop muss dauerhaft um den Hals getragen werden
  • In bestimmten Umgebungen können elektromagnetische Störquellen die Signalübertragung beeinflussen
  • Die Klangqualität kann im Vergleich zu einer direkten Audioanbindung geringfügig eingeschränkt sein

Option 2: Über das Mini-Batterieteil (mit dem Roger X Empfänger)

Wer die bestmögliche Klangqualität und eine besonders stabile Signalübertragung wünscht, kann den MED-EL RONDO 2 über das Mini-Batterieteil mit einem Roger-System verbinden. Diese Lösung ermöglicht eine direkte Audioübertragung und ist unabhängig von induktiven Signalen.

Hierfür wird das MED-EL Mini-Batterieteil über ein kurzes Verbindungskabel mit dem RONDO 2 verbunden. Am Mini-Batterieteil befindet sich ein standardisierter 3-Pol-Anschluss (DAI- oder Euro-Anschluss), in den der Phonak Roger X Empfänger eingesteckt wird. Das Roger-Mikrofon sendet das Sprachsignal direkt an den Roger X, der es ohne Umwege an den Audioprozessor weiterleitet.

Durch diese direkte Verbindung gelangt das Audiosignal störungsfrei und in hoher Qualität zum Cochlea-Implantat. Insbesondere in anspruchsvollen Hörsituationen kann dies zu einem besonders klaren und natürlichen Sprachverstehen beitragen.

Vorteile

  • Direkte Audioübertragung ohne induktive Signalwandlung
  • Maximale Klangqualität und hohe Sprachverständlichkeit
  • Unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störquellen
  • Keine Halsschlaufe erforderlich

Nachteile

  • Der RONDO 2 ist über ein Kabel mit dem Mini-Batterieteil verbunden
  • Das Batterieteil muss beispielsweise an der Kleidung befestigt werden
  • Höhere Anschaffungskosten durch zusätzlich benötigtes Zubehör wie Mini-Batterieteil, Verbindungskabel und Roger X Empfänger

Fazit: Welche Variante passt zu Ihnen?

Beide Anschlussmöglichkeiten ermöglichen eine zuverlässige Nutzung des Phonak Roger-Systems mit dem MED-EL RONDO 2 und können das Sprachverstehen in anspruchsvollen Hörsituationen deutlich verbessern. Welche Lösung die richtige Wahl ist, hängt vor allem von Ihren persönlichen Anforderungen und Hörgewohnheiten ab.

Wenn Sie möglichst wenig Zubehör tragen möchten und Wert auf eine unauffällige Lösung legen, ist die Verbindung über die integrierte T-Spule und den Roger NeckLoop eine praktische Option. Der RONDO 2 bleibt dabei frei von zusätzlichem Zubehör am Kopf und kann diskret getragen werden.

Nutzen Sie das Roger-System hingegen regelmäßig in akustisch besonders herausfordernden Umgebungen, beispielsweise in Vorlesungen, Besprechungen, Konferenzen oder großen Veranstaltungen, bietet die Verbindung über das Mini-Batterieteil und den Roger X Empfänger Vorteile. Durch die direkte Audioübertragung profitieren Sie von einer besonders stabilen Signalübertragung und einer sehr hohen Klangqualität.

Wichtiger Hinweis zur ersten Inbetriebnahme: Wird ein Roger X Empfänger erstmals mit einem MED-EL System verwendet, erfolgt beim ersten Einschalten automatisch eine Anpassung an den Ausgangspegel des Audioprozessors. Dabei kann kurzzeitig ein Signalton hörbar sein. Dieser Vorgang ist normal und dient der optimalen Abstimmung zwischen Empfänger und Audioprozessor. Nach der erfolgreichen Anpassung steht die Übertragung mit der passenden Lautstärkeeinstellung zur Verfügung.

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